Uhren mit einer Sprungstundenkomplikation haben einen Stundenzeiger, der zwischen den Stunden nicht fegt. Stattdessen zeigt es genau auf die aktuelle Stunde und springt zur nächsten Stunde, wenn der Minutenzeiger 60 Minuten erreicht.
Theoretisch macht das die Zeit etwas leichter, da auf die aktuelle Stunde immer direkt hingewiesen wird. Einige Uhren mit Sprungstundenkomplikationen verwenden Discs mit aufgedruckten Ziffern im Gegensatz zu den Händen.
Heutige Sprungstunde-Uhren basieren auf einem Konzept, das 1882 vom österreichischen Ingenieur Josef Pallweber entwickelt wurde, der eine digitale Anzeige für Taschenuhren schuf, die neben klassischen Zeigern auch Zahlen auf rotierenden Scheiben verwendeten. Es wurde zu einer beliebten Komplikation für Taschenuhren im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Der Boom für Springuhren kam erst in den 1920er Jahren und fiel mit der Art-Deco-Bewegung zusammen.
Die Komplikation fiel aus der Mode bis in die 1970er Jahre, als die springende Stunde sowohl in mechanischer als auch in Quarz-Form ein Comeback erlebte. Viele der billigeren Beispiele aus dieser Zeit sind tatsächlich direkt gelesene Uhren, die Scheiben für Stunden, Minuten und Sekunden umfassen, die alle in ständiger Bewegung sind, aber durch Fenster betrachtet werden, so dass nur der relevante Teil jeder Scheibe gezeigt wird.
Ein Teil der Komplexität beim Erstellen einer Sprungstunde ist die Regulierung der Kraft, die auf die Stundenscheibe übertragen wird. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Zeitanzeige, bei der unabhängig von der Position der Minuten- oder Stundenzeiger eine konstante Kraft verwendet wird, benötigt das "Knacken" einer springenden Stunde nur eine kurze, stündliche Abgabe, wenn der Mechanismus aktiviert wird. Dieser plötzliche Stromstoß kann dazu führen, dass die Amplitude der Balance variiert. Ein weiteres Problem für den Träger ist die Präzision, mit der der Sprung auftritt.
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